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09 | 02 | 2012
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Jeder 7. Auftrag den wir erhalten, dient der Reparatur von Schäden, die durch Fremdhandwerker von Handwerkerauktionen entstanden sind!

Kritische Worte zu Billigfirmen

Viele müssen gerade jetzt in wirtschaftlich schlechten Zeiten den Euro meist zweimal umdrehen bevor sie ihn ausgeben können. Notwendige Instandhaltungsarbeiten werden da oft auf die lange Bank geschoben - oder möglichst preiswert erledigt.

Andere nutzen mit zunehmender Begeisterung die immer zahlreicher werdenden Handwerkerauktionen im Internet. Diese versprechen gute, solide Handwerksarbeit zu einem besonders günstigen Preis. Und eben dieser ist manchmal so günstig, dass es moralisch schon gar nicht mehr vertretbar ist.

Natürlich freut sich ein Auftraggeber, wenn er zu einem vermeintlichen Schnäppchenpreis einen guten Handwerker gefunden hat, doch für den Handwerker ist das nicht immer ein Grund zur Freude. Dieser muss nicht selten hart um jeden Auftrag kämpfen, damit er überleben kann.

Dabei bietet er seine Arbeit oft unter Wert an, um überhaupt arbeiten zu dürfen. Ist das die Ausnahme, sollte es kein Problem darstellen, ist es allerdings die Regel, ist das Fortbestehen des Handwerksbetriebes nur eine Frage der Zeit, denn der Handwerker wird in einem immer tieferen Sog gerissen, der ihn am Ende seine Existenz kostet.

Aber nicht nur der Handwerker verspürt die Nachteile einer solchen Vorgehensweise am eigenen Leib.

Auch der Auftraggeber kann mitunter extrem mit den Schäden konfrontiert werden. Zuerst einmal ist da die Ausbesserung von Schäden. In den meisten Fällen wäre es günstiger gewesen, wenn man auf die Handwerkerauktion verzichtet und gleich einen Fachbetrieb beauftragt hätte - da Arbeitsleistung und neues Material schnell ins Geld gehen.

  • Bei manchen Schäden kann man sogar die Auswirkung von mangelhaft ausgeführten Arbeiten an seiner Gesundheit spüren, wie etwa bei Schimmelbildung.

Von der moralischen Seite her ist auch zu betrachten, dass mit solchen Dumpingpreisen viele Anbieter aus dem Markt gedrängt werden. Besonders hart trifft es dabei hauptberuflich Tätige. Diese werden von Kleinunternehmern, Nebenberuflern usw. sehr schnell aus dem Rennen um einen Auftrag geworfen, da sie mit deren Angeboten nicht mithalten können.

Wer bei einer Handwerkerauktion einen Auftrag einstellt, sollte nicht nur an seinen eigenen Geldbeutel und sein Wohlergehen denken. Für den Auftraggeber ist es nur die Jagd nach dem ultimativen Schnäppchen, für den Auftragnehmer ist es die Absicherung des Fortbestehens seiner Existenz.

Häufig ist aber die Versuchung groß Billigfirmen zu beauftragen oder vielleicht sogar eine Firma schwarz zu beauftragen.

  • Wer aber Schwarzarbeit fördert, macht sich zum einen strafbar - zum anderen hat er keinerlei Gewährleistungsansprüche!
  • Liefern die Firmen Pfusch kann sich der Auftraggeber nicht dagegen wehren und bleibt komplett auf dem Schaden sitzen!
  • Oft handelt es sich bei Billigfirmen um reisende Ich-AGs, die für kurze Zeit vor Ort ihre Dienste anbieten und dann auf Nimmerwiedersehen verschwinden. Auch hier hat der Auftraggeber das Nachsehen.
 
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